Beziehungsunfähig oder einfach nur Angst vorm Glücklichsein?

Ich habe es tatsächlich geschafft und bin mit meinen 'blauen Augen' aus meinem ersten Eintrag zusammen gekommen. Dass ich damals den ersten Schritt gemacht habe und ihn angesprochen habe, war eine der besten Entscheidungen die ich jemals getroffen habe. Ich bin glücklich wie schon lange nicht mehr und doch ziehen Wolken am Horizont auf. Wolken der Angst. Nach den ersten beinahe schon absurd-euphorischen Wochen hoffnungsloser Verliebtheit, spüre ich, wie sich langsam etwas wirklich Ernstes daraus entwickelt. Mein Herz freut sich, aber mein Verstand hat Angst.

Ich war schon oft genug verliebt um zu wissen, dass in der Phase der Verliebtheit die Realität irgendwie verloren geht. Im Augenblick finde ich ihn einfach nur toll - PERFEKT. Aber ich weiß sehr wohl, dass es keine perfekten Menschen auf der Welt gibt. Und dass er sicherlich auch voller Fehler steckt, nur dass ich im Augenblick irgendwie nicht fähig bin diese wahrzunehmen. Was mache ich also? Zulassen das mein Herz vollkommen die Oberhand gewinnt, um nach einigen weiteren Wochen gebrochen zu werden, weil er ein totales Arschloch ist? 

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Natürlich weiß ich, dass man die Zeit von Verliebtheit immer genießen sollte. Das augenblickliche Glück leben muss. Doch umso glücklicher man ist, desto tiefer ist später der Fall. Und es gibt immer einen Fall. Glück, ebenso wie Liebe ist für mich ein zeitlich begrenzter Begriff. Es gibt nicht den "einen RICHTIGEN" - den Prinzen auf seinem weißen Ross. Es gibt sehr viele Richtige. Je nach Lebensabschnitt und Zielsetzung. 

Alleine der Gedanke, mein Glück und Wohlergehen emotional von einer anderen Person abhängig zu machen, empfinde ich als totalen Unsinn. Trotzdem spüre ich wie ich von Tag zu Tag abhängiger von ihm werde, ja regelrecht ein Suchtempfinden nach ihm entwickel. Ich möchte am liebsten jeden Tag bei ihm sein. (Und er auch bei mir!). Ich versuche trotzdem auch Auszeiten zu nehmen und meine Freunde nicht zu vernachlässigen. Aber mal im Ernst: diese ganze Situation kommt mir einfach nur absurd vor. Ich entwickel mich im Augenblick genau zu der Person, die ich niemals sein wollte: einer naiven, rosa-rot-bebrillten, von einem Mann abhängigen Frau.

Es gibt nur zwei Lösungen für dieses Dilemma: 1. Schluss machen um mir selber zu beweisen, dass ich immer noch ich selbst bin: eine selbstbewusste, unabhängige Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und weiß was sie will. Oder 2. einfach mal versuchen locker zu lassen und die Zeit genießen. Selbst wenn der Fall früher oder später kommen wird / sollte. No risk, no fun... Oder so ähnlich – Stupid Life!

 

 

15.2.11 22:44

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Maccabros / Website (18.2.11 17:35)
Das freut mich für Dich/Euch -

habe keine Angst und genieße das Glück, die Liebe, die Zweisamkeit - wenn wir immer Angst haben, es könnte vorbei sein, oder dass wir uns zu sehr einbinden, dann gibt es keine Liebe, keine Freundschaft, nur die Triebe und das ist auf Dauer für die Seele und das Herz nicht genug...

Life is for living and living is free

LG

Maccabros

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